Das Labor Sensilia ist ein französisches, familiengeführtes und unabhängiges Labor in der Gironde (Frankreich). Seit 2019 entwickeln und fertigen wir gesunde und innovative Wellness-Produkte.

Entdecken Sie die Herkunft der neuseeländischen Grünlippmuschel, ihr marines Ökosystem, ihre nachhaltige Zucht und die Gewinnung ihres Omega-3-reichen Öls.
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Natürliche ZutatenDie neuseeländische Grünlippmuschel (Perna canaliculus) ist heute eine der am besten untersuchten marinen Omega-3-Quellen für die Gelenkgesundheit. Sie wird in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln für Menschen und Hunde verwendet und zeichnet sich durch ihre besondere Zuchtweise sowie ihren natürlichen Gehalt an marinen Lipiden aus.
Hinter dem Grünlippmuschelöl steckt jedoch eine weitaus größere Geschichte: die eines neuseeländischen Küstenökosystems, einer endemischen Art, die eng mit māorischen Traditionen verbunden ist, und einer Aquakultur, die zu den ressourcenschonendsten weltweit zählt.
Wie wird die Grünlippmuschel gezüchtet? Warum spielt sie eine wichtige Rolle in Meeresökosystemen? Wie wird das Öl extrahiert, um die wertvollen Wirkstoffe zu bewahren?
Vom Ursprung der Grünlippmuschel bis zu modernen Methoden der Ölextraktion – dieser Artikel beleuchtet Geschichte, Ökosystem und Nachhaltigkeit dieses einzigartigen Meeresinhaltsstoffs.
Die neuseeländische Grünlippmuschel (Perna canaliculus) ist heute bekannt für ihre natürliche Reichhaltigkeit an marinen Lipiden und Omega-3. Bevor sie in Nahrungsergänzungen verwendet wurde, war diese Art vor allem ein zentrales Element der neuseeländischen Küstenökosysteme.
Endemisch in Aotearoa, dem māorischen Namen Neuseelands, lebt die Grünlippmuschel ausschließlich in bestimmten Küstenregionen – u. a. in den Marlborough Sounds, im Hauraki-Golf und in mehreren phytoplanktonreichen geschützten Buchten.
Am grünen Rand ihrer Schale erkennbar, kann sie auf Felsen sowie auf sandigem oder schlammigem Grund leben. In freier Wildbahn bilden Muscheln manchmal echte Unterwasserriffe, die zahlreiche Meeresarten beherbergen.
Lange vor der modernen Aquakultur gehörte die Grünlippmuschel bereits zur traditionellen māorischen Ernährung.
Küstengemeinden ernteten Muscheln saisonal und verzehrten sie frisch, getrocknet oder konserviert. Einige Ernte- und Küstenzonenpraktiken folgten einer langfristigen Erhaltung der Meeresressourcen.
In der māorischen Kultur ist diese Beziehung zur Küste im Prinzip des Kaitiakitanga verankert, das eine Form der Verantwortung für und des Schutzes von Lebewesen bezeichnet.
Die Grünlippmuschel hat in dieser neuseeländischen maritimen Erinnerung bis heute einen wichtigen Platz.
Die Grünlippmuschel ist ein Filterfresser. Sie ernährt sich, indem sie Meerwasser filtert und Phytoplankton sowie suspendierte organische Partikel aufnimmt.
Diese Funktion hat mehrere ökologische Rollen:
Muschelriffe dienen zudem als Zuflucht für Krebstiere, Algen, Wirbellose und Jungfische.
Muschelbänke gelten oft als Indikator für die ökologische Gesundheit von Küstenzonen.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Grünlippmuscheln vor allem wild gesammelt. Steigende Nachfrage und intensive Fangmethoden schwächten mehrere natürliche Riffe.
Daraufhin entwickelte Neuseeland ab den 1960er-Jahren die Aquakultur der Grünlippmuschel.
Heute werden die meisten Grünlippmuscheln auf sogenannten Longlines gezüchtet:
So entwickeln sich die Muscheln direkt in ihrer natürlichen Umgebung, ohne künstliche Fütterung.
Die Fortpflanzung der Grünlippmuschel bleibt eng an natürliche Ozeanzyklen gebunden. Erwachsene geben ihre Gameten ins Wasser ab; anschließend treiben die Larven mehrere Wochen umher, bevor sie sich auf unterschiedlichen marinen Substraten festsetzen. In diesem Stadium spricht man von Muschelbrut oder Spat.
Ein wichtiger Teil der neuseeländischen Aquakultur hängt noch immer von dieser wilden Muschelbrut ab, die in der Natur gesammelt und anschließend auf die Zuchtseile übertragen wird.
Muscheln erreichen in der Regel die Erntegröße nach 12 bis 24 Monaten Wachstum.
Die Ernte erfolgt auf Spezialschiffen, die die langen Zuchtseile hydraulisch einholen. Muscheln werden mechanisch getrennt, auf dem Boot gespült und sortiert.
Die Schnelligkeit dieses Schritts ist entscheidend für die Qualität des Fleisches und die Stabilität der oxidationsempfindlichen marinen Lipide.
Nach der Ernte:
Grünlippmuschelöl wird durch Extraktion mit überkritischem CO₂ gewonnen.
Diese Technologie ermöglicht die Gewinnung mariner Lipide und begrenzt zugleich deren Abbau. Da die in der Grünlippmuschel enthaltenen Omega-3-Fettsäuren besonders hitze- und sauerstoffempfindlich sind, ist dieser Schritt entscheidend, um ihre Qualität zu bewahren.
Das Verfahren nutzt Kohlendioxid in einem Zustand zwischen Flüssigkeit und Gas. In diesem Zustand wirkt CO₂ als natürliches Lösungsmittel, das Lipide ohne aggressive chemische Lösungsmittel extrahieren kann.
Diese Methode bietet mehrere Vorteile:
Das gewonnene Öl wird gefiltert und vor Oxidation geschützt, um die Stabilität zu erhalten.
Die Zucht der Grünlippmuschel gilt oft als eine der ressourcenschonendsten Aquakulturformen.
Im Gegensatz zu anderen Formen tierischer Produktion bietet die Muschelzucht folgende Vorteile:
Lebenszyklusanalysen aus Neuseeland zeigen zudem, dass Zuchtmuscheln im Vergleich zu vielen anderen tierischen Proteinquellen einen relativ geringen CO₂-Fußabdruck aufweisen.
Die Zucht der Grünlippmuschel erzeugt etwa 30-mal weniger CO₂-Emissionen als die Produktion von Rindfleisch – mit einer CO₂-Bilanz sogar unter der von Tofu.
Obwohl die Zucht von Grünlippmuscheln als vergleichsweise nachhaltig gilt, hängt sie stark von der Gesundheit der Ozeane ab. Wassererwärmung, Versauerung, sommerliche Sterblichkeit und veränderte Meeresströmungen können die Produktion beeinträchtigen.
Wasserqualität und Resilienz der Küstenökosysteme sind daher entscheidend, um diese Ressource langfristig zu erhalten.
Darauf reagieren in Neuseeland mehrere ökologische Restaurationsprogramme zum Schutz von Küstenhabitaten und zum Wiederaufbau natürlicher Muschelriffe.
Diese Projekte zielen u. a. darauf ab:
Die neuseeländische Grünlippmuschel ist weit mehr als nur ein Omega-3-reicher mariner Rohstoff. Ihr Wert beruht auch auf dem Ökosystem, aus dem sie stammt: phytoplanktonreiche Küstengewässer, eine für die marine Biodiversität wichtige Filterfresser-Art und eine Aquakultur, die weiterhin stark von den natürlichen Gleichgewichten des Ozeans abhängt.
Von der Setzlingsgewinnung über die Longline-Zucht bis zur Ölextraktion mit überkritischem CO₂ zielt jeder Schritt darauf ab, die Qualität der in Perna canaliculus natürlich vorkommenden marinen Lipide zu bewahren.
Die Grünlippmuschel verdeutlicht auch aktuelle Fragen nachhaltiger Aquakultur: produzieren mit wenigen Zusatzstoffen, Küstenökosysteme schützen und sich an den Klimawandel anpassen.
Für PERNIXOL® hat das Sensilia-Labor neuseeländisches Grünlippmuschelöl aufgrund seines natürlichen Gehalts an marinen Lipiden ausgewählt. Im Mittelpunkt stehen Rohstoffqualität, Rückverfolgbarkeit und Herkunft.
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Dieser Artikel wurde vom F&E-Team des Sensilia-Labors verfasst, das auf Tierernährung spezialisiert ist.