
Hundearthrose: 5 Ernährungssäulen zur Reduktion von Entzündungen, Knorpelschutz, Erhalt der Muskelmasse, Darmmikrobiom-Unterstützung und Gewichtsmanagement.
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Gelenkgesundheit des HundesArthrose lässt sich nicht allein durch Ernährung heilen. Doch einen Hund mit Gelenkbeschwerden richtig zu ernähren bedeutet, ihm mehr Komfort, weniger Entzündung und manchmal eine echte Verbesserung der Mobilität zu bieten.
Die Ernährung wird noch zu oft vernachlässigt, obwohl sie einer der wirksamsten Hebel ist, um die Progression von Gelenkbeschwerden zu verlangsamen. Schmerzen reduzieren, den Knorpel unterstützen, Übergewicht vermeiden, Muskelmasse stärken, das Mikrobiom schützen: Die Ernährung kann all diese Aufgaben erfüllen – vorausgesetzt, sie ist gut gewählt.
Hier sind die 5 Säulen einer für arthrotische Hunde angepassten Ernährung, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Daten.
Einer der zentralen Aspekte der Gelenkernährung ist das Verhältnis zwischen Omega-6 (proinflammatorisch im Übermaß) und Omega-3 (entzündungshemmend, schützend). Die Ernährung der meisten Hunde ist unausgewogen, mit Verhältnissen von 10:1 bis 20:1 – bedingt durch die Allgegenwart pflanzlicher Öle (Sonnenblume, Mais, Soja) in Industriefutter.
Eine Ernährung reich an marinen Omega-3 verbessert Mobilität und Leistung bei Hunden mit natürlich vorkommender Arthrose.
Marine Omega-3, EPA und DHA, sind am wirksamsten zur Reduktion entzündlicher Mediatoren (PGE2, TNF-α, IL-1β). Sie sind in folgenden Quellen enthalten:
Praktischer Tipp: Eine Ernährung bevorzugen, die reich an marinen Omega-3 (EPA+DHA) ist
Entdecken Sie unseren Omega-3-Leitfaden
Muskeln stützen die Gelenke. Je weniger Magermasse vorhanden ist, desto schwieriger wird die Mobilität. Und durch die durch Schmerzen erzwungene Bewegungsarmut steigt das Risiko von Muskelabbau.
Entgegen einer verbreiteten Annahme brauchen ältere oder arthrotische Hunde nicht weniger, sondern bessere Proteine.
Bevorzugen Sie:
Vermeiden: minderwertige tierische Proteine („Nebenerzeugnisse“), schlecht verwertbar und oft in Billig-Trockenfutter enthalten.
Das Darmmikrobiom – die Gesamtheit der im Darm lebenden Bakterien – beeinflusst direkt den entzündlichen Zustand des Organismus. Ein ausgewogenes Mikrobiom hilft, das Immunsystem zu regulieren, während ein Ungleichgewicht (Dysbiose) entzündliche Prozesse unterhalten kann, die Gelenkschmerzen verschlimmern.
Die aktuelle Literatur zeigt jedoch, dass die Unterschiede zwischen gesunden und arthrotischen Hunden nicht unbedingt auf eine massive Dysbiose zurückzuführen sind, sondern eher auf subtile Veränderungen des intestinalen Gleichgewichts im Zusammenhang mit der Darmdurchlässigkeit und bakteriellen Metaboliten.
In einer Studie mit 115 arthrotischen Hunden zeigten Forscher, dass ein Ungleichgewicht der Darmbakterien die arthrosebedingten Schmerzen beim Hund verschlimmern könnte. Die schmerzhaftesten Hunde hatten weniger Faecalibacterium, ein nützliches, entzündungshemmendes Bakterium und mehr Bakterien der Gattungen Escherichia/Shigella, die Entzündungen fördern. Selbst ohne großes Mikrobiom-Ungleichgewicht können diese subtilen Veränderungen Gelenkschmerzen verstärken (Nelson et al., 2025).
Die Ernährung beeinflusst die Darmgesundheit, und das Mikrobiom beeinflusst die Entzündungsreaktion und die Schmerzwahrnehmung.
Praktische Tipps:
Bestimmte Rassen zeigen eine echte Glutenempfindlichkeit, die durch die veterinärmedizinische Forschung bestätigt wurde.
Diese Fälle bleiben selten: Gluten zu reduzieren kann bei klinischem Verdacht sinnvoll sein, hat aber keinen systematischen Nutzen für alle arthrotischen Hunde.
Jedes Kilo zu viel verstärkt den Druck auf die Gelenke. Ziel: einen Body Condition Score (BCS) zwischen 4/9 und 5/9 halten.
Ein Hund mit idealem Gewicht:
Eine 20-prozentige Kalorienrestriktion verzögert signifikant das Auftreten von Arthrose und erhöht die Lebensdauer.
Praktische Tipps:
Einen arthrotischen Hund richtig zu ernähren bedeutet, gleichzeitig auf mehrere physiologische Hebel einzuwirken:
Ernährung ist jedoch nur ein Pfeiler der Behandlung. Arthrose ist eine chronische, multifaktorielle Erkrankung: Um Mobilität und Wohlbefinden des Tieres zu erhalten, muss sie multimodal angegangen werden (ausgewogene Ernährung, angepasste Bewegung, Gewichtsmanagement, Omega-3).
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Dieser Artikel wurde vom F&E-Team des Sensilia Labors verfasst, das über Expertise in der Tierernährung verfügt.
Das Labor Sensilia ist ein französisches, familiengeführtes und unabhängiges Labor in der Gironde (Frankreich). Seit 2019 entwickeln und fertigen wir gesunde und innovative Wellness-Produkte.