Das Labor Sensilia ist ein französisches, familiengeführtes und unabhängiges Labor in der Gironde (Frankreich). Seit 2019 entwickeln und fertigen wir gesunde und innovative Wellness-Produkte.

Erfahren Sie, wie Hydrotherapie Hunden hilft, Mobilität, Gelenkkomfort und Muskelmasse durch die Kraft des Wassers zurückzugewinnen.
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Gelenkgesundheit des HundesUnter den in der Veterinärmedizin eingesetzten Reha-Verfahren nimmt die Hydrotherapie heute einen zentralen Platz ein. Dank der Eigenschaften des Wassers können Muskeln und Gelenke trainiert werden, während die Belastung auf den Körper reduziert wird.
Doch welche Vorteile bietet sie wirklich? In welchen Fällen wird sie empfohlen? Und was sagt die Wissenschaft? Ein Überblick.
Hydrotherapie ist eine Reha-Methode, die die Eigenschaften des Wassers nutzt, um Mobilität zu verbessern, Muskulatur zu stärken und die funktionelle Erholung von Hunden mit Bewegungsstörungen zu erleichtern.
Sie wird hauptsächlich mit einem Unterwasser-Laufband oder seltener im Pool durchgeführt. Wasser schafft eine besonders günstige Umgebung: Durch Auftrieb wird das von den Gelenken getragene Gewicht reduziert, während der natürliche Widerstand die Muskeln stimuliert.
Diese Kombination ermöglicht es dem Hund, sich leichter und mit weniger Schmerzen zu bewegen und gleichzeitig echtes körperliches Training zu absolvieren.
Hydrotherapie wird heute häufig bei Hunden eingesetzt mit:
Ziel ist nicht nur die Verbesserung der Bewegungsleistung, sondern auch die langfristige Erhaltung von Autonomie und Lebensqualität des Hundes .
Die Wirksamkeit der Hydrotherapie beruht auf drei grundlegenden Wassereigenschaften: Auftrieb, Widerstand und hydrostatischer Druck.
Wenn der Hund eingetaucht ist, trägt das Wasser einen Teil seines Gewichts. Schmerzhafte Gelenke werden daher bei Bewegungen weniger belastet.
Eine im American Journal of Veterinary Research (Veterinär-Fachzeitschrift) veröffentlichte Studie zeigte, dass eine Tauchtiefe bis zur Hüfte die Gliedmaßenbelastung um etwa 62 % reduzieren kann. Diese Verringerung ist besonders relevant bei Hunden mit Arthrose, Dysplasie oder in der Erholungsphase nach Operationen.
Eine Tauchtiefe bis zur Hüfte reduziert die von den Gliedmaßen getragene Last um etwa 62 %.
Entgegen der Annahme ist Hydrotherapie kein passives Training. Wasser bietet natürlichen Widerstand gegen Bewegungen und zwingt den Hund, seine Muskulatur stärker einzusetzen.
Dieser Widerstand ermöglicht es, die Gelenke stützende Muskeln zu kräftigen , während die Stoßbelastungen geringer sind als bei Training auf festem Boden.
Bei schmerzhaften Hunden führt die Angst vor Schmerz oft zu weniger Aktivität. Bewegt sich ein Hund jedoch weniger, verliert er Muskelmasse und Mobilität.
Dank reduzierter mechanischer Belastung ermöglicht Wasser dem Hund, ausladendere und flüssigere Bewegungen zurückzugewinnen. Diese schrittweise Wiedereingliederung in Bewegung ist eines der Hauptziele funktioneller Reha.
Doch werden diese theoretischen Vorteile in der Praxis wirklich beobachtet? Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre liefern besonders aufschlussreiche Antworten.
Lange als ergänzender Ansatz betrachtet, profitiert Hydrotherapie heute von einer wachsenden Zahl wissenschaftlicher Studien, die ihre Effekte auf Mobilität, Schmerz und funktionelle Erholung beim Hund belegen.
In einer 2018 im Veterinary Journal veröffentlichten Studie bewerteten Preston und Wills Labradore mit Ellbogendysplasie. Nach einer einzigen Unterwasser-Laufband-Sitzung beobachteten die Forscher eine signifikante Zunahme der Gelenkbewegungsamplitude sowie eine Verbesserung der Schrittlänge.
Eine einzige Hydrotherapie-Sitzung erhöhte die Ellbogenbewegungsamplitude und die Schrittlänge bei Labradoren mit Ellbogendysplasie.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass Hydrotherapie-Vorteile schnell auftreten können – selbst bei Hunden mit chronischen Gelenkerkrankungen.
Die Effekte scheinen noch ausgeprägter, wenn Hydrotherapie in ein mehrwöchiges Reha-Programm integriert wird.
Eine 2025 in der Zeitschrift Animals veröffentlichte Pilotstudie begleitete 50 Hunde mit verschiedenen orthopädischen und neurologischen Erkrankungen. Nach 10 Unterwasser-Laufband-Sitzungen über fünf Wochen stellten die Forscher eine signifikante Verbesserung der Mobilität aller bewerteten Gelenke fest.
Die größten Verbesserungen betrafen:
Bemerkenswert: Verbesserungen wurden bei Hunden aller Altersgruppen beobachtet, ohne signifikanten Unterschied zwischen jungen und älteren Tieren.
In einer randomisierten klinischen Studie in der Veterinär-Fachzeitschrift (Revue Vétérinaire Clinique) mit 32 Hunden mit Hüftdysplasie verglichen Forscher über zwei Monate verschiedene Reha-Ansätze: Hydrotherapie, Lasertherapie, Kombination beider oder keine Behandlung.
Hunde mit Hydrotherapie zeigten:
Diese Ergebnisse sind besonders wichtig, da Muskelabbau eine der Hauptfolgen von Arthrose und Dysplasie ist.
Entgegen einer verbreiteten Annahme dient das Unterwasser-Laufband nicht nur zur Entlastung der Gelenke.
Eine 2023 in Research in Veterinary Science (Veterinär-Forschung) veröffentlichte Studie zeigte, dass Wasserlaufen die Herzfrequenz und Muskelbeanspruchung erhöht – selbst bei moderater Geschwindigkeit. Hydrotherapie ist also echtes körperliches Training, das das Herz-Kreislauf-System stimuliert und dennoch gelenkschonender ist als Training auf trockenem Untergrund.
Diese Arbeiten bestätigen, dass Hydrotherapie nicht nur den Komfort des Hundes verbessert: Sie trägt aktiv zur funktionellen Erholung, zum Muskelerhalt und zur langfristigen Mobilitätserhaltung bei.
Trotz zahlreicher Vorteile ist Hydrotherapie nicht für alle Situationen geeignet.
Folgende Kontraindikationen sind zu beachten:
Eine vorherige tierärztliche Untersuchung bleibt unverzichtbar, um zu klären, ob dieser Ansatz für den Hund geeignet ist und welche Arbeitsparameter am besten passen.
Außerdem ist Hydrotherapie in der Regel keine isolierte Lösung. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn sie in eine ganzheitliche Behandlung eingebettet ist – mit angepasster Bewegung, Gewichtskontrolle, tierärztlicher Betreuung und Ernährungsunterstützung.
Hydrotherapie ist heute eine anerkannte Reha-Methode zur Unterstützung von Hunden mit Gelenk-, neurologischen oder Erholungsproblemen. Durch Reduktion der Gelenkbelastung bei gleichzeitiger Bewegungsförderung verbessert sie Mobilität, erhält Muskulatur und unterstützt den Alltagskomfort.
Für beste Ergebnisse wird sie in der Regel in einen ganzheitlichen Ansatz integriert – mit angepasster Bewegung, Gewichtsmanagement und Ernährungsunterstützung. Bestimmte Gelenkergänzungen wie PERNIXOL® können die ergriffenen Maßnahmen zur langfristigen Erhaltung von Mobilität und Lebensqualität des Hundes begleiten.
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Dieser Artikel wurde vom F&E-Team des Sensilia Labor verfasst, Experte für Tierernährung.